MTB Marathon Weltmeisterschaft

Die Mountainbike-Marathon-Weltmeisterschaft im Schweizer Wallis bot erneut Spektakel auf höchstem Niveau. Auf einem gnadenlosen Kurs von mehr als 125 Kilometern und 5000 Höhenmetern lieferten sich die Weltspitzenfahrer einen erbitterten Kampf. Am Ende krönten sich die beiden Amerikaner Keegan Swenson und Kate Courtney zu den neuen Weltmeistern. Die HUMANPWR Athleten Tanja Priller, Frans Claes und Manuel Pliem belegten die Plätze 21, 19 und 33.

Priller wird beste Deutsche

Mit Rang 19 zeigte Tanja Priller im hochklassig besetzten Frauenfeld eine starke Leistung. Über weite Strecken fuhr die Athletin ein konstantes Tempo und verlor auch am entscheidenden Anstieg, dem Pas de Lona, trotz nachlassender Kräfte keine Position. Auf den technischen Trails büßte sie zwar etwas Zeit ein, dennoch verbesserte sie ihre persönliche Bestmarke deutlich: Eine Stunde schneller als bei ihrem letzten Grand Raid Antritt. Mit dieser Leistung war sie zugleich beste deutsche Starterin.

Tanja Priller: “Ich bin mit dem heutigen Rennen und meiner Leistungsentwicklung wirklich zufrieden. Ich habe definitiv alles gegeben und insgesamt war es eine tolle Erfahrung und ich bin super froh über mein Rennen und das gute Gefühl!”

Rückschläge für Manuel Pliem und Frans Claes

Dem hingegen brachte die Weltmeisterschaft für Manuel Pliem und Frans Claes nicht die erhofften Ergebnisse. Beide Athleten mussten nach gesundheitlichen Problemen und Defekten zurückstecken.

Für den Österreicher Manuel Pliem verlief das Rennen besonders bitter. Obwohl er sich in Topform fühlte, wurde er in den Tagen zuvor von Magen-Darm-Beschwerden ausgebremst. „Die Form wäre eigentlich sehr gut gewesen, aber vermutlich habe ich etwas mit dem Wasser erwischt“, erklärte er. Dadurch konnte auch das geplante Carboloading nicht wie vorgesehen umgesetzt werden. Im Rennen hielt er zunächst problemlos Anschluss an die Spitze und lag zur Rennhälfte nur wenige Minuten hinter den Top 10. “Mein Plan, nicht zu überziehen, in Reichweite zur Spitze zu bleiben und am letzten Anstieg alles zu investieren schien da noch aufzugehen. Aber plötzlich schwanden mein Kräfte viel zu schnell”, fasst Pliem zusammen. Hinzu kam ein Reifenschaden, der mindestens 8 Minuten kostete. Am Ende musste sich Pliem mit Rang 33 zufriedengeben. “Alles in allem eine verkorkste WM für mich. Unterm Strich zeigt es einen auch wieder auf, dass für ein Spitzenergebnis einfach alles zusammenpassen muss.”

Auch für den Belgier Frans Claes begann der Tag alles andere als optimal. Nachdem er ebenso in der Woche vor der WM mit Magen- und Darmproblemen zu kämpfen hatte, konnte er nicht auf seine volle Leistungsfähigkeit zählen: „Ich hatte mir diese WM zum Ziel gesetzt und mit Herz und Seele darauf hingearbeitet. Schade, dass es nicht für die Top 10 gereicht hat, aber ich weiß, dass ich auf diesem Niveau noch mithalten kann“, so Claes. Bis Kilometer 60 behauptete er sich in einer Spitzengruppe von 25 Fahrern, ehe das Rennen am vorletzten Anstieg auseinanderbrach und er in die Verfolgergruppe zurückfiel.

Nach dem berüchtigten Pas de Lona passierte Claes den Gipfel als 17., doch in der schnellen Schlussabfahrt erlitt er einen Platten nach einem Steinaufschlag. Um eine Top-20-Platzierung zu retten, fuhr er das Rennen auf der Felge zu Ende und erreichte das Ziel schließlich als 19.

Bilder Frans Claes (c) Karsten Dekkers

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