Frans Claes krönt sich zum Gesamtsieger des Alpine Cup 2025
Frans Claes hat sich den Gesamtsieg im prestigeträchtigen Alpine Cup 2025 gesichert. Am vergangenen Wochenende stand mit La Forestière das vierte und letzte Rennen auf dem Programm – ein extrem harter UCI-HC-Marathon über 100 Kilometer durch die wilde Natur des französischen Jura zwischen La Pesse und Arbent. Diese ultimative Kraftprobe entschied die Gesamtwertung und bestätigte Claes als den Stärksten der Serie.
Alpine Cup 2025
Am Samstag wurde das legendäre Rennen La Forestière ausgetragen – das alles entscheidende Finale des Alpine Cup. Diese internationale Rennserie besteht aus vier legendären Marathons im Herzen der Alpen und gilt als eine der härtesten Herausforderungen im gesamten Mountainbike-Zirkus.
Die Fahrer müssen vier extrem anspruchsvolle Marathons bewältigen, von denen jeder seinen eigenen legendären Ruf hat:
- die Jura Bike Marathon in der Schweiz (71 km und 2.750 Höhenmeter),
- das ultralange Mont Blanc Race in Frankreich (140 km und 7.000 Höhenmeter),
- der legendäre Grand Raid BCVS (125 km und 5.025 Höhenmeter)
- und schließlich das Finale La Forestière (100 km und 2.900 Höhenmeter).
Insgesamt legte der Leuvenaar Frans Claes beeindruckende 436 Kilometer zurück und überwand dabei 17.000 Höhenmeter – eine enorme Leistung, die seinen Gesamtsieg im Alpine Cup noch beeindruckender macht.
Claes: „Der Gewinn des Alpine Cup ist eine schöne Belohnung für eine konstante Saison. Es war meine erste Teilnahme an diesem prestigeträchtigen Wettbewerb, und gleich den Gesamtsieg zu holen … das ist einfach ein Traum. Jedes Rennen hatte seinen eigenen Charakter und seine Herausforderungen – von langen Anstiegen bis zu technischen Abfahrten. Aber eines hatten sie alle gemeinsam: Sie haben mich körperlich, technisch und mental bis an meine Grenzen gebracht. Deshalb bin ich stolz, meinen Namen auf diese Siegerliste setzen zu dürfen.“
La Forestière
Am Samstag nahm Frans Claes das Schlussrennen La Forestière in Angriff. Was auf dem Papier machbar aussah, entpuppte sich in der Praxis als wahre Strapaze.
„Ich wusste im Voraus, dass ein Platz in den Top 7 reichen würde, um die Gesamtwertung zu sichern“, erzählt Claes. „Gleichzeitig war mir klar, dass mein engster Konkurrent, Martin Fanger, alles geben würde, um mich unter Druck zu setzen – und das tat er auch von Beginn an. Ich hatte nicht die frischesten Beine, aber ich spürte, dass ich das hohe Tempo mitgehen konnte. Alles schien unter Kontrolle, bis bei Kilometer 65 leichter Regen einsetzte. Die Strecke wurde rutschig, und in einem technischen Abschnitt machte ich einen kleinen Fehler. Ehe ich mich versah, hatten sich die drei Spitzenfahrer abgesetzt.“
Doch das war nicht alles: Claes hatte kurz darauf auch noch Pech.
„Zehn Kilometer später bekam ich einen Plattfuß. Der Schnitt in der Lauffläche war zu groß für zwei Stopfen, also musste ich auf der Felge bis zur technischen Zone weiterfahren – vier Kilometer entfernt. Nach dem Radwechsel lag ich gerade noch in den Top 7. Von da an galt es, keine Fehler mehr zu machen und das Tempo hochzuhalten. Zum Glück fühlten sich die Beine noch gut an, ich konnte sogar noch einen Fahrer überholen und wurde Fünfter. Eine riesige Erleichterung!“
Mit diesem fünften Platz erzielte Claes nicht nur sein bestes Ergebnis überhaupt bei La Forestière, sondern sicherte sich auch endgültig den begehrten Gesamtsieg im Alpine Cup 2025.


Bilder (c) DC productions geneva

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