Manuel Pliem schreibt Geschichte: Sensationsrekord bei der Salzkammergut Trophy

Manuel Pliem (HUMANPWR Cycling) gewinnt die Salzkammergut Trophy 2026 in beeindruckender Manier und hat dabei Mountainbike-Geschichte geschrieben. Der Steirer bewältigte die legendäre A-Distanz über 201,9 Kilometer und 7.020 Höhenmeter in der sensationellen Zeit von 8:47:20 Stunden – der schnellsten jemals gefahrenen Zeit auf der Königsdistanz.

Damit fiel erstmals in der 29-jährigen Geschichte des Mountainbike-Klassikers die magische Neun-Stunden-Marke. Pliem unterbot sie nicht nur knapp, sondern gleich um mehr als zwölf Minuten und setzte damit einen neuen Maßstab auf einer der härtesten Marathonstrecken Europas. Das Rennen entwickelte sich zunächst zu einem hochklassigen Schlagabtausch. Gemeinsam mit Michael Holland bestimmte Pliem über weite Strecken das Tempo, ehe er sich in der zweiten Rennhälfte entscheidend absetzen konnte. Am Ende überquerte der 41-Jährige mit einem Vorsprung von mehr als 20 Minuten die Ziellinie in Bad Goisern. Michael Holland (Naturfreunde Wilhelmsburg) belegte Rang zwei, David Schöggl (1OF1 Cycling Team) komplettierte das Podium auf Platz drei.

Bereits im Vorfeld war über die Möglichkeit einer Zeit unter neun Stunden spekuliert worden. Dass diese Marke tatsächlich fallen würde, überraschte selbst den Sieger: „In der Vorbereitung wurde ich gefragt, ob das Rennen unter neun Stunden möglich wäre, und ich habe gesagt, dass ich mir das nicht sagen traue. Aber heute hat einfach alles gepasst. Die Stimmung entlang der Strecke war genial – ein großer Applaus von mir für Bad Goisern und dieses geniale Event.“

Mit seinem historischen Erfolg feierte Pliem gleichzeitig seinen zweiten Sieg in Folge bei der Salzkammergut Trophy und setzte auch ein Ausrufezeichen in einer neuen beruflichen Phase. Seit diesem Jahr ist der 41-Jährige als selbstständiger Coach und Trainer tätig und blickt auf eine Saison, in der er seine Trainingsplanung nach seinen eigenen Vorstellungen gestaltete. „Ich habe in den vergangenen 20 Jahren unglaublich viel Erfahrung sammeln dürfen – als Profi, und auch durch die Zusammenarbeit mit einigen der renommiertesten Trainer im Radsport. Dieses Jahr habe ich viele dieser Erkenntnisse in meine eigene Trainingsplanung einfließen lassen. Dass es am Ende mit einem Sieg und sogar einem Streckenrekord aufgegangen ist, freut mich natürlich enorm. Gleichzeitig bestärkt es mich in meinem Weg als Coach. Genau dieses Wissen möchte ich künftig an alle weitergeben, die ihre persönlichen Ziele erreichen möchten.“

Die Zeit von 8:47:20 Stunden wird in Zukunft als neue Bestmarke auf der legendären Extremdistanz geführt – als erste Fahrt unter neun Stunden und als bislang schnellste Leistung, die jemals auf der Salzkammergut Trophy erzielt wurde.

Fotos (c) bikeboard.at – Erwin Haiden

HUMANPWR Cycling auf allen Distanzen stark vertreten

Neben dem historischen Sieg von Manuel Pliem war HUMANPWR Cycling bei der Salzkammergut Trophy 2026 mit zahlreichen Athletinnen und Athleten auf den unterschiedlichsten Distanzen vertreten. Vom Spitzenresultat bis zum persönlichen Saisonhöhepunkt zeigte die Community einmal mehr ihre sportliche Vielfalt und die Begeisterung für den Mountainbike-Sport.

Für das beste Ergebnis hinter Pliem sorgte Thomas Garber mit Rang fünf auf der B-Distanz. Auf der C-Distanz fuhren Samuel Pfusterer als Neunter und Lukas Simoner als Zehnter gleich zwei HUMANPWR-Athleten in die Top Ten. Ebenfalls starke Leistungen zeigten Maria Huber (14. Platz, B-Distanz), Bernhard Scheutz (32. Platz, E-Distanz), Markus Zandl (65. Platz, F-Distanz), Dieter Ambros (91. Platz, D-Distanz) sowie Daniel Köberl, der die B-Distanz auf Rang 313 erfolgreich beendete.

Für Johannes Hirschbichler und Bettina Schwaiger endete der Renntag hingegen vorzeitig. Auch das gehört zum Marathon-Mountainbike dazu und zeigt, wie anspruchsvoll die Strecken der Salzkammergut Trophy Jahr für Jahr sind.

Die Ergebnisse unterstreichen den Ansatz von HUMANPWR Cycling: Menschen mit unterschiedlichen Voraussetzungen und sportlichen Zielen gemeinsam für den Radsport zu begeistern. Ob ambitionierter Rennsport oder persönliche Herausforderung – entscheidend ist die Freude am Sport und die Motivation, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln.

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